Chronik

Im Jahre 1920 gründeten einige junge Männer aus Nievenheim und Ückerath das Tambourcorps Eintracht. Für die damalige Zeit war es nicht immer leicht, die erforderlichen Instrumente zu beschaffen, aber mit viel Liebe zum klingenden Spiel und Dank des unglaublichen Einsatzes eines jeden Spielmannes wurde das ideale Ziel, einen guten Klangkörper zu schaffen, erreicht. Tambourmajor des neu gegründeten Corps wurde Willi Kollenbroich, der einige Jahre später von Josef Leufgen abgelöst wurde. Unter dessen strammen Kommando wuchs das Corps im Ort zu einer beachtlichen Stärke heran. Bei den Festlichkeiten im Ort spielte es in oft uneigennütziger Weise mit schneidiger Marschmusik auf und schuf sich, auch durch sein zackiges Auftreten, in und außerhalb von Nievenheim einen guten Namen. Im Jahre 1928 übernahm Georg Bilk die Stabführung im Corps, einer der schneidigsten Tambourmajore in der Vergangenheit des Corps.
Schon ein Jahr später kam es innerhalb des Vereins zu Meinungsverschiedenheiten, das war die Geburtsstunde des heutigen Schwesterncorps „Concordia“ Nievenheim. Mit einigen Getreuen wechselte Georg Bilk das Vereinslokal.
Aus kleinsten Anfängen heraus schuf er das heutige Corps. Ein Höhepunkt seit Bestehen des Tambourcorps war das Jahr 1936, denn der langjährige Major Georg Bilk wurde König der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Nievenheim-Ückerath.

Im Jahre 1939, als der 2. Weltkrieg ausbrach, mussten fast alle Spielleute in den Krieg ziehen. Das Vereinsleben kam zum Erliegen. Mutlos kehrten die Überlebenden in die Heimat zurück, einige erst nach jahrelanger Gefangenschaft. Obwohl für jeden zunächst ein harter Existenzkampf begann, ging man an die Arbeit und nach relativ kurzer Zeit zählte das Corps wieder 17 Spielleute.
Im April des Jahres 2006 änderte sich der Status des Vereinsnamens in Tambourcorps „Eintracht“ Ückerath e.V. und die Gemeinnützigkeit des Vereins wurde anerkannt. Im Oktober 2010 feierten wir unser 90jähriges Bestehen. Heute zählt das Corps 40 Mitglieder und der Sinn des Corps besteht wie zu Anfang weiter darin, das Motto der Gründungsväter „Glaube, Sitte, Heimat“ fortzuführen.

Termine
29.03.2019
Versammlung Selde Blömsche
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